KATEGORIE: Mode

KÄLTE? DA HILFT NUR NOCH DER STRICK … CARDIGAN!

Oh, du ernüchternde. Der Adventkalender ist geplündert. Alle Geschenke ausgepackt. Der Keksvorrat schrumpft zusehends dahin. Und die Erinnerung daran, wie sich Zeit mit der Familie anfühlt, ist auch wieder frisch. Jetzt, wo die Vorfreude vorüber, die Spannung entladen, all der Zauber und Glitzer rund um die Festlichkeiten verrauscht und die Kerzen heruntergebrannt sind, was bleibt da noch? Und wie soll man bitte den noch Monate anhaltenden Winter überstehen?

Klirrende Kälte, klappernde Zähne und frierende Finger – von den Zehen gar nicht erst zu sprechen. Wer jetzt auch nur 10 Minuten im Freien warten muss, bekommt eine Vorstellung von der Ewigkeit. Wie eine gnadenlose Bestie beißt sich die Kälte durch allzu jämmerlichen Schutz. Wie eine widerwärtige, dicke Eisraupe kriecht sie von unten in leichtsinnig offen flatternde Hosenbeine und bis hinein in die Knochen. Auch wenn wir später längst im Warmen sitzen, zehrt die innere Kälte noch stundenlang an uns. Und voller Grauen lässt sie uns schütteln beim Gedanken, dass wir bald wieder hinaus müssen. Das kann man sich doch nicht gefallen lassen!

Da die lieblichen Sonnenstrahlen des Frühlings noch eine ganze Weile auf sich warten lassen werden, müssen wir uns eben selbst um behagliche Wärme kümmern. Und das am besten von Kopf bis Fuß! Unter einer kuschelig weichen Haube lässt es sich – ganz unbehelligt von der Kälte – schon herrlich von den schönsten Dingen träumen. Wie der Arm eines guten Freundes legt sich der Flausch des Schals um den Hals und wärmt uns die Luft bei jedem Atemzug. Und haben wir nicht gestern noch davon phantasiert, im Bett zur Arbeit zu fahren? Gleitet der Blick weiter auf die Schultern, so sind diese Flausen vergessen! Denn so viel stilvoller als eine dicke Daunendecke umhüllt uns der üppige Wintermantel – und hält dabei mindestens genau so warm. Muss er bei einem Termin abgelegt werden, so kommt darunter ein überdimensionaler Poncho zum Vorschein. Selbst in schlecht geheizten Räumen wird er unser inneres Feuer bewahren.Sollten wir dennoch beginnen zu tanzen, dann nur, weil wir es können – so viel Freiheit lässt er uns!

Kapriolen macht anderntags auch der verblüffte Geist. Denn gerade als die Finger sich am schmeichelnd weichen Griff der Yak-, Merino-, Alpaka- oder Kaschmirwolle ergötzen, geht uns auf, dass so ein Strick-Cardigan nicht nur unglaublich schön ist, sondern in seinem Geflecht auch die althergebrachte Kunst des Handwerks mit mathematischer Akribie verknüpft. Wenn das mal keine tolle Masche ist! Die robusten Winterboots aus Leder wiederum verteidigen unsere Füße verlässlich gegen Eis und Schnee und werden zu liebgewonnenen Vertrauten auf all unseren Wegen. An nichts gewöhnt man sich schneller als an Luxus, und wenn es nur der Luxus ist, den ganzen Winter über nicht mehr zu frieren! Fast schon könnte man sich freuen, dass es noch dauern wird, bis der avantgardistische Zwiebel-Look im Frühling Stück für Stück vom Körper gepflückt wird. Denn es kann gut sein, dass uns der Trennungsschmerz packt, sobald die wärmende Brigade im Schrank bleiben muss – so schön war die gemeinsame Zeit!

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