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DEM USUS DES KLASSISCHEN ENTGEGEN

Besonnen, ungezwungen und detailaffin zeigt sich die Frühjahrskollektion von Hannibal. Reizvoll dynamisch an Material und Farbnuancierung, entdeckt man die Lebendigkeit der Materialien und der Silhouetten jedoch erst beim Tragen. Die neue Kollektion verbirgt in jedem Design Raffinesse und Subtilität, die beim ersten Anblick schon mal das Auge zu verwirren vermag.

Ästhetik im Sinne von Widerspruch

Die Kollektion zeigt sich typisch unkonventionell. Simon Hannibal Fischer beweist nicht nur auf’s Neue Kunsthandfertigkeit und Ideenreichtum im Design, sondern macht durch seine neuen Frühjahrskollektion Ästhetik im Sinne von Widerspruch spürbar. Grob strukturierte Materialien erhalten durch das Zusammenspiel klassischer Fassons eine subtile Eleganz, während feine Materialien durch unerwartete Nahtführungen und gebrochene Schnittführungen an Lebendigkeit gewinnen.

Das reizvolle Spiel mit dem Klassischen

Der Anzug als charakteristisches Kleidungsstück von Hannibal, gewinnt in der neuen Kollektion noch mehr an reizvoller Anmut. Durch das Spiel mit dem Klassischen, dass unverkennbar Akzente durch jedes Detail sickern lässt, jedoch zu viel Vereinnahmung besonnen verweigert. Es entsteht ein Reiz - sich ganz bewusst dem Usus des Klassischen zu verweigern, jedoch indirekt nicht gänzlich darauf verzichten zu wollen. Dieser Reiz des Ungewohnten beginnt in der Frühjahrskollektion von Hannibal beim unverzichtbaren „Anzug“, führt jedoch über Mäntel, Jacken, Gehröcke, Hosen - mit und ohne tiefem Schritt bis hin zu Pullover, Hemden und Gilets mit stilvoller Detailaffinität.

Von trockenem Schlamm bis hin zu karstigem Schiefer

Hannibal zeigt in der Frühjahr-/Sommerkollektion erdige Farbnuancen die trockenen Schlamm, dunkle Baumrinde und karstige Felsen streifen und Materialoberflächen, die an Schiefer und Kies erinnern. Eine sanfte Potpourri an steinigem Grau streift ein flüsterndes Farbenmeer holziger Tönungen und vermischt sich am Ende mit schwarzen Schattierungen die Ruß und Kohle gleichen. Einem Materialerlebnis begegnet man in jeder individuellen Stofflichkeit. Reizvoll für das Auge zeigen sich Oberflächen aus reinem Leinen oder ästhetische Kompositionen aus Seide, Kaschmir und Baumwolle.

"Alles Edle ist an sich stiller Natur und scheint zu schlafen, bis es durch Widerspruch geweckt und herausgefordert wird." Johann Wolfgang von Goethe

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